Bosch führt erneut Patentranking in Deutschland an

11.03.2026


Baden-Württemberg behauptet sich erneut als das innovativste Bundesland Deutschlands. Laut dem Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) reichten Unternehmen und Erfinder aus dem Südwesten im vergangenen Jahr 15.161 Patente ein. Trotz eines leichten Rückgangs um 2,2 Prozent liegt das Land damit klar vor Bayern, das mit 12.575 Anmeldungen den zweiten Rang belegt. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Innovationskraft der Region im Bundesländervergleich.

Eine zentrale Rolle für diese Spitzenposition spielt die Automobilindustrie. Die Liste der Unternehmen mit den meisten Patentanmeldungen wird erneut von Bosch angeführt. Der Technologie- und Zulieferkonzern meldete 4.109 Patente beim DPMA an. Auf Platz zwei folgt der Stuttgarter Autohersteller Mercedes-Benz mit 2.726 Anmeldungen. Die Top Ten der anmeldefreudigsten Unternehmen setzen sich ausschließlich aus Automobilherstellern und -zulieferern zusammen, darunter auch Porsche und ZF Friedrichshafen.

Bosch führt diese Rangliste seit Jahren an. Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung von Bosch, kommentierte die Zahlen und verwies auf die Bedeutung von Innovationen und Spitzentechnologie als Säulen der 140-jährigen Unternehmensgeschichte. Die Innovationskraft zeige sich kontinuierlich in den Patentanmeldungen. In Europa zählt der Konzern ebenfalls zu den Top-Anmeldern für Patente und hält in Deutschland etwa 120.000 aktive Schutzrechte.

Die hohe Zahl der Patentanmeldungen aus Baden-Württemberg wird der breiten Aufstellung von Unternehmen wie Bosch als weltweit tätige Technologieunternehmen zugeschrieben. Die Konzentration der Automobilbranche in der Region trägt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei. Die DPMA-Statistik zeigt, dass rund 30 Prozent aller Patentanmeldungen von den zehn anmeldefreudigsten Unternehmen stammen, die allesamt der Automobilindustrie angehören.

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KSB setzt auf Wachstum bei Kraftwerkspumpen mit Megadeal in Osteuropa

14.03.2026


Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat den größten Einzelauftrag seiner Firmengeschichte gewonnen. Die Energiesparte des Unternehmens soll in den kommenden Jahren acht Hauptkühlmittelpumpen für ein Kernkraftwerk in Osteuropa produzieren und ausliefern. Der Auftragswert liegt nach Unternehmensangaben bei mehr als 150 Millionen Euro und damit im hohen dreistelligen Millionenbereich. Zum Auftraggeber machten die Vertragspartner keine Angaben; wie in der Branche üblich wurde Stillschweigen vereinbart.

Gefertigt werden die Anlagen im Stammwerk im rheinland-pfälzischen Frankenthal. Jede der Großpumpen bringt mehr als 100 Tonnen auf die Waage und verfügt über eine Antriebsleistung von 8 Megawatt. Neben Konstruktion und Produktion übernimmt KSB auch die umfangreichen Tests, die für den sicheren Betrieb im Primärkreislauf des Kernkraftwerks notwendig sind. Dieser Bereich gilt als sicherheitskritische Zone des Reaktors, in der die Komponenten besonders strengen technischen Anforderungen unterliegen.

Hauptkühlmittelpumpen zählen zu den Schlüsselaggregaten eines Kernkraftwerks. Sie stellen sicher, dass das Kühlmittel kontinuierlich durch den Reaktorkern strömt, die entstehende Wärme abführt und so die Grundlage für die Stromerzeugung schafft. Der jetzt vergebene Auftrag soll nach Angaben des Unternehmens zur CO2-freien Stromerzeugung und zur Energiesicherheit in Europa beitragen. KSB sieht sich in diesem Segment als Marktführer für Kraftwerkspumpen und verweist auf seine technologische Kompetenz und langjährige Erfahrung im internationalen Projektgeschäft.

Das Management ordnet den Rekordauftrag in eine langfristige Wachstumsstrategie ein. Der weltweit steigende Energiebedarf führe zu anhaltender Nachfrage nach neuen Kraftwerksprojekten, heißt es aus dem Unternehmen. KSB will diese Entwicklung nutzen, um das Geschäft mit Großpumpen für Energieanlagen weiter auszubauen. Die jetzt beauftragten Reaktorkomponenten aus Frankenthal sollen über mehrere Jahre hinweg gefertigt und ausgeliefert werden und stärken die Position des Unternehmens im globalen Markt für Kraftwerkstechnik.