Roche-Aktionäre stimmen allen Anträgen zu – 39. Dividendenerhöhung in Folge

11.03.2026


Bei der ordentlichen Generalversammlung von Roche in Basel haben die Aktionäre alle Anträge des Verwaltungsrates genehmigt. Die Versammlung, an der 594 Aktionäre teilnahmen, die 77,22% der stimmberechtigten Aktien vertraten, stimmte der Jahresrechnung und der Konzernrechnung für 2025 zu. Zudem wurden der Vergütungsbericht und der Nachhaltigkeitsbericht für das vergangene Jahr angenommen.

Dr. Severin Schwan wurde mit 97,75% der Stimmen erneut zum Präsidenten des Verwaltungsrates gewählt. Alle weiteren zur Wahl stehenden Mitglieder des Verwaltungsrates wurden ebenfalls bestätigt. Diese Entscheidungen unterstreichen das Vertrauen der Aktionäre in die Führung des Unternehmens und dessen strategische Ausrichtung.

Ein zentraler Punkt der Generalversammlung war die 39. Dividendenerhöhung in Folge. Die Aktionäre stimmten einer Erhöhung der Dividende auf 9,80 Franken pro Inhaber-Aktie und Genussschein zu. Diese kontinuierliche Steigerung zeigt Roches Engagement für seine Anteilseigner und die finanzielle Stabilität des Unternehmens.

Darüber hinaus genehmigten die Aktionäre den Umtausch von Genussscheinen in Partizipationsscheine. Diese Umstrukturierung der Kapitalstruktur soll die Transparenz erhöhen und die Handelbarkeit der Papiere an der SIX Swiss Exchange verbessern. Der letzte Handelstag der Genussscheine ist der 16. März 2026, gefolgt vom ersten Handelstag der Partizipationsscheine am 17. März 2026.

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BKA-Chef Münch dringt auf digitale Souveränität bei Ermittlungs-IT

14.03.2026


Zum 75. Jahrestag des Bundeskriminalamts (BKA) stellt Präsident Holger Münch die IT-Strategie der Behörde unter das Leitmotiv der digitalen Souveränität. Das Amt wolle vorhandene Daten für Ermittlungen deutlich besser nutzbar machen, ohne sich dabei in die Abhängigkeit einzelner ausländischer IT-Anbieter zu begeben, sagte Münch der Deutschen Presse-Agentur. In einer Zeit, in der Abhängigkeiten gezielt ausgenutzt werden könnten, müsse genauer geprüft werden, welche Produkte man einkauft und welche Fähigkeiten im eigenen Haus aufgebaut werden, so der BKA-Chef.

Im Zentrum steht für Münch nicht nur die Hoheit über die eigenen Daten, sondern auch die wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit von Herstellern. Als Risiko nennt er etwa drastische Erhöhungen von Lizenzgebühren. IT-Fachleute verweisen darüber hinaus auf die wachsende Sorge, politischer Druck könne sich eines Tages in Form gesperrter Zugänge zu Daten oder sogar einer Fernabschaltung von Software durch US-Anbieter äußern. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage, wie Ermittlungsbehörden ihre technischen Grundlagen gestalten, an strategischer Bedeutung.

Ein prominentes Beispiel für die Debatte ist der US-Anbieter Palantir. Dessen Analyseplattform "Gotham" wird bereits in mehreren Bundesländern eingesetzt, darunter Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Der Hersteller betont, die Datenhoheit verbleibe vollständig bei den jeweiligen Polizeibehörden. Auf Bundesebene signalisiert Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) jedoch nach Darstellung Münchs derzeit kaum Bereitschaft, diese Software für die Bundessicherheitsbehörden zu nutzen. Damit rückt ein eigenständiger Ansatz in den Fokus, der nicht auf eine einzige Komplettlösung setzt.

Münch beschreibt als Zielbild eine IT-Landschaft, die aus verschiedenen Modulen unterschiedlicher Entwickler besteht. Kernstück soll eine Datenintegrationsschicht sein, die das BKA am Markt einkauft. Auf dieser Ebene sollen dann unterschiedliche Analysewerkzeuge laufen – teils bereits vorhandene Systeme, teils Eigenentwicklungen und ergänzend zugekaufte Tools. Erst eine solche Architektur ermögliche es, bislang getrennt vorliegende Informationen aus verschiedenen „Töpfen“ gemeinsam auszuwerten und für operative Ermittlungen nutzbar zu machen. Für die Strafverfolger geht es damit um mehr als reine Effizienzgewinne: Die technische Infrastruktur wird zum zentralen Baustein, um Handlungsfähigkeit und Unabhängigkeit der Behörde langfristig zu sichern.