Der Schweizer Industriekonzern ABB sieht sich bei der geplanten Veräußerung seiner Robotik-Sparte mit massiven Hürden in China konfrontiert. Das Unternehmen beabsichtigt, diesen Geschäftsbereich an den japanischen Konzern Softbank zu verkaufen. Der Transaktionswert dieses Deals wird auf insgesamt 5,4 Milliarden US-Dollar beziffert.

Eine zuständige chinesische Behörde, welche ausländische Investitionen prüft, hat sich nun offiziell in den Prozess eingeschaltet. Die Behörde erklärte, dass das Geschäft in China nicht von Softbank übernommen werden dürfe. Als primärer Grund für diese Entscheidung wurden Sicherheitsbedenken angeführt.

Die Blockade ist für ABB besonders kritisch, da China den größten Markt für die betroffene Robotik-Sparte darstellt. Die strategische Bedeutung des Standorts wird durch die Produktionsstruktur unterstrichen: 90 Prozent der Roboter für den chinesischen Markt werden direkt vor Ort gefertigt.

Bisher hat ABB auf Anfragen hin noch keine detaillierte Stellungnahme dazu abgegeben, ob das Veto aus Peking zum endgültigen Scheitern des gesamten Verkaufs führen wird. Es bleibt abzuwarten, ob eine Lösung zwischen den beteiligten Konzernen und den chinesischen Behörden gefunden werden kann.