Accio wird damit zum kosteneffizientesten E-Commerce-KI-Tool für KMU weltweit
LOS ANGELES, 9. September 2026 /PRNewswire/ -- Alibaba.com hat heute die Ergebnisse eines Benchmarks anhand von 107 Aufgaben bekannt gegeben. Aus dieser geht hervor, dass Accio, Alibaba.coms KI-gestützte Agenten-Plattform für den Handel, eine Reihe von E-Commerce-Aufgaben zu geschätzten Kosten erledigte, die um mehr als 50 Prozent unter denen von OpenAIs „Codex" und Anthropics „Claude Code" lagen. Dabei erzielte sie eine vergleichbare Qualität der Ergebnisse. Somit ist Accio das kosteneffizienteste KI-Tool für den E-Commerce, das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Verfügung steht. Das Unternehmen stellte außerdem eine erweiterte Version von Accio vor, die Marktforschung, Beschaffung und tägliche E-Commerce-Abläufe für kleine Unternehmen in einem einzigen KI-Arbeitsbereich bündelt.
Die Ankündigungen erfolgten auf der CoCreate, der jährlichen Veranstaltung von Alibaba.com für Unternehmer und kleine Unternehmen.
„Für kleine Unternehmen ist unerschwingliche KI nutzlos", sagte Kuo Zhang, Präsident von Alibaba.com. „Unser Ziel ist es nicht, KI einfach nur leistungsfähiger zu machen. Wir wollen KI für den Handel vielmehr so gestalten, dass sie auch für ein Ein-Personen-Unternehmen praktikabel und erschwinglich ist."
Die Hälfte der Kosten bei 107 Geschäftsanwendungen In der Benchmark mit 107 Aufgaben beliefen sich die geschätzten Gesamtkosten für den Abschluss des gesamten Aufgabenbereichs mit Accio auf 3,69 US-Dollar, verglichen mit 9,27 US-Dollar für Codex von OpenAI und 9,51 US-Dollar für Claude Code von Anthropic. In beiden Fällen entspricht dies einer Kostenreduzierung um mehr als 50 Prozent.
Die Effizienz von Accio beruht auf der Optimierung des gesamten Systems im Hinblick auf reale E-Commerce-Workflows:
Ein einziger Arbeitsbereich für den globalen E-Commerce
Alibaba.com gab außerdem bekannt, dass sich Accio zu einem einheitlichen Arbeitsbereich für globale E-Commerce-Abläufe entwickelt hat.
Kleinunternehmen können Accio nutzen, um Märkte zu recherchieren, Produktchancen abzuwägen, Produkte zu entwickeln, Lieferanten zu bewerten und den täglichen Geschäftsbetrieb zu verwalten. Durch die Anbindungen an Amazon, Shopify, eBay, TikTok Shop und Walmart können Verkäufer von einem zentralen Ort auf unterstützte Shop-Workflows zugreifen.
Commerce Agent Bench, jetzt Open Source
Alibaba.com hat die Evaluation „Commerce Agent Bench" als Open-Source-Projekt auf GitHub veröffentlicht. Anstatt sich auf synthetische Übungen zu stützen, greift es sich auf echte Händleraktivitäten zurück: 10 Millionen aktive KMU-Nutzer, 1,6 Millionen Konversationen und 200.000 Ausführungsabläufe (Execution Traces). Diese wurden in 107 End-to-End-Handelsaufgaben in sieben Kategorien und vier Autonomiestufen zusammengefasst. Zu diesen Aufgaben gehören die Überprüfung von Hunderten unstrukturierter E-Mails, das Erkennen von Zahlungsbetrug, die Berechnung von Einstandspreisen (Landed Costs) und die Buchung von Versandrouten über mehrere Spediteure. Kein Modell konnte sich auf ganzer Linie durchsetzen. Dies untermauert das Argument für das „Task-Level-Routing", also die Idee, dass verschiedene Aufgaben am besten von unterschiedlichen KI-Modellen bewältigt werden, statt sich auf ein universelles Modell zu verlassen.
Über Alibaba.com
Gegründet im Jahr 1999, ist Alibaba.com die führende Plattform für den globalen Business-to-Business (B2B)-E-Commerce und bedient Einkäufer und Lieferanten aus über 200 Ländern und Regionen weltweit. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen an, die verschiedene Aspekte des Handels abdecken. Dazu gehört es, Unternehmen mit Tools auszustatten, die ihnen helfen, ein globales Publikum für ihre Produkte zu erreichen, und Einkäufer dabei zu unterstützen, Produkte zu entdecken, Lieferanten zu finden und Bestellungen schnell und effizient online aufzugeben. Alibaba.com ist Teil der Alibaba International Digital Commerce Group.
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Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.
Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.
Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.
Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.