NEW YORK, 15. Juni 2026 /PRNewswire/ -- In einer Phase, in der KI rasch von Dashboards in Entscheidungssysteme vordringt, bietet eine neue Partnerschaft zwischen Allora Network und Pairpoint by Vodafone einen Einblick, wie die nächste Phase der Unternehmensinfrastruktur aussehen wird: Systeme, die vorausschauend handeln.
Pairpoint, das von Vodafone und Sumitomo Corporation unterstützte Unternehmen im Bereich Economy of Things, baut eine globale Plattform auf, auf der Maschinen, Fahrzeuge und Geräte sich selbst identifizieren, eigenständig Transaktionen durchführen und sich ohne menschliches Zutun koordinieren können.
Allora, ein KI-Netzwerk, liefert die fehlende Ebene, die diese Systeme benötigen, um skalierbar zu arbeiten: kontinuierlich bewertete, prognosegestützte Intelligenz.
Gemeinsam integrieren die Unternehmen Allora als Intelligenzebene, die zahlreiche IoT-Anwendungsfälle von Pairpoint und Vodafone unterstützt – der erste davon ist ein Machbarkeitsnachweis zur Optimierung des Ladens von Elektrofahrzeugen, bei dem prädiktive Intelligenz direkt in Routing- und Ladesysteme eingebettet wird, weg von statischen Daten und hin zu vorausschauenden Entscheidungen.
Von vernetzten Geräten zu denkenden Systemen
„Seit Jahren liefert uns das IoT sehr gute Informationen darüber, was gerade passiert", sagte David Palmer, Produktvorstand bei Pairpoint. „Doch da Systeme immer autonomer werden, reicht das nicht mehr aus. Maschinen müssen abschätzen können, was passieren wird, wenn sie ankommen, Transaktionen durchführen oder Ressourcen binden."
Im Zusammenhang mit dem Laden von Elektrofahrzeugen ist diese Unterscheidung von Bedeutung. Eine Ladestation, die derzeit verfügbar erscheint, kann bereits belegt sein, wenn ein Fahrer dort ankommt. Die Preise können sprunghaft ansteigen. Der Energieverbrauch hängt von der Strecke, dem Wetter und dem Verkehr ab. Statische Systeme haben es schwer, weil die Welt nicht stillsteht.
Und hier kommt Allora ins Spiel.
„Allora ist kein einzelnes Modell, das Vermutungen anstellt", erklärte Nick Emmons, Geschäftsführer von Allora Labs. „Es handelt sich um ein Netzwerk, in dem zahlreiche Modelle des maschinellen Lernens bei denselben Vorhersagezielen miteinander konkurrieren und zusammenarbeiten, wobei ihre Ergebnisse kontinuierlich bewertet und zusammengeführt werden. Das System lernt, welche Modelle unter welchen Bedingungen am besten funktionieren."
Das Ergebnis ist eine Intelligenz, die messbar, kontextbezogen und anpassungsfähig ist. Entscheidend für Unternehmen in einer sich schnell verändernden, dynamischen Welt.
Warum das Laden von Elektrofahrzeugen als erster Nachweis dient
Das Aufladen von Elektrofahrzeugen liegt an der Schnittstelle von Infrastruktur, Wirtschaftlichkeit und Unsicherheit. Entscheidungen wirken sich auf Zeit, Kosten, Zuverlässigkeit und das Vertrauen der Nutzer aus. Das macht es zu einer idealen Umgebung, um zu testen, ob dezentrale KI herkömmliche Ansätze übertreffen kann.
Bei dieser Integration fragt das Routing-System von Pairpoint zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung die Allora Topics ab, um Folgendes zu prognostizieren:
Anhand dieser Prognosen empfiehlt der Planer dann zeit- oder kostenoptimierte Routen und Ladestopps, wobei er Unsicherheiten berücksichtigt.
„Es geht darum, bestehende Infrastruktur in reibungslosere, intelligentere und nutzerfreundlichere Systeme umzuwandeln," sagte Palmer.
Eine neue Chance für Entwickler im Bereich des maschinellen Lernens
Über den Anwendungsfall für das Aufladen von Elektrofahrzeugen hinaus schafft die Integration von Allora in den KI-Stack von Pairpoint eine neue Einsatzmöglichkeit für Modelle des maschinellen Lernens.
Das Allora Network macht diese Prognoseprobleme aus dem Unternehmensbereich einer weltweiten Gemeinschaft von ML-Ingenieuren zugänglich. Modellentwickler können direkt zu Topics beitragen, die reale Infrastruktur unterstützen, mit ihren Modellen anhand von Live-Daten und klaren Erfolgskennzahlen konkurrieren und sehen, wie ihre Modelle Entscheidungen in der Praxis beeinflussen.
„Für die meisten ML-Forscher endet ihre Arbeit mit einem Benchmark", sagte Emmons. „Hier ist der Benchmark die Realität. Die Modelle werden unter wechselnden Bedingungen kontinuierlich bewertet, und die besten schaffen es in den Produktivbetrieb."
Dadurch entsteht eine neue Anreizstruktur:
„Es ist Infrastruktur", fügte Emmons hinzu.
Intelligenz als Infrastruktur
Für Pairpoint reichen die Auswirkungen weit über das Laden von Elektrofahrzeugen hinaus. Dieselbe Ebene für prädiktive Intelligenz lässt sich auf Fuhrparks, Logistik, Lieferketten und intelligente Städte anwenden, überall dort, wo Maschinen unter Unsicherheit zusammenarbeiten müssen.
„Was uns begeistert, ist die Konvergenz", sagte Palmer. „Das Internet der Dinge verbindet die physische Welt. Die Blockchain sorgt für Vertrauen und Abwicklung. Dezentrale KI verleiht Systemen Anpassungsfähigkeit. Zusammen ergibt das eine autonome Infrastruktur, die tatsächlich skalierbar ist."
Da Unternehmen zunehmend auf eigenständig agierende Systeme setzen, deuten Partnerschaften wie die zwischen Allora und Pairpoint auf einen Wandel in der Art und Weise hin, wie KI entwickelt und bereitgestellt wird, nicht als Blackbox im Besitz eines einzelnen Anbieters, sondern als eine kompetitive, sich kontinuierlich verbessernde Ebene, die im gesamten Ökosystem gemeinsam genutzt wird.
Für Entwickler im Bereich des maschinellen Lernens ist dies eine Einladung, von Experimenten zu Wirkung überzugehen.
Informationen zu Pairpoint by Vodafone
Pairpoint ist das Joint Venture von Vodafone Group und Sumitomo Corporation für die Economy of Things (EoT). Gegründet, um autonome Maschine-zu-Maschine-Identifizierung, Konnektivität und Transaktionsabwicklung auf globaler Ebene zu ermöglichen.
Durch die Nutzung von Vodafones umfassender IoT-Präsenz und sicheren Funktionen für digitale Identitäten können sich Geräte, Fahrzeuge, Sensoren und Maschinen über die Plattform von Pairpoint ohne menschliches Zutun koordinieren, Transaktionen durchführen und Entscheidungen treffen.
Dank eines Blockchain-basierten Backends und der nativen Unterstützung für dezentrale Abwicklung ist Pairpoint gut aufgestellt, neue Kategorien nutzungsbasierter Dienste in den Bereichen Mobilität, Logistik, Energie und vernetzte Infrastruktur zu erschließen.
Informationen zum Allora Network
Allora Network ist ein dezentrales KI-Inferenznetzwerk, das ein weltweit verteiltes Netzwerk von Modellen des maschinellen Lernens nutzt, um in Echtzeit hochpräzise, kontextbezogene Vorhersagen zu erstellen.
Allora basiert auf einem modularen, Topic-basierten System und koordiniert konkurrierende Modelle bei gemeinsamen Vorhersageaufgaben. Dabei bewertet es die Leistung kontinuierlich unter realen Bedingungen und fasst die Ergebnisse zu einem aggregierten Signal mit hoher Sicherheit zusammen.
Indem Allora Inferenz als offenen, wettbewerbsorientierten und wirtschaftlich abgestimmten Prozess behandelt, entstehen immer leistungsfähigere KI-Dienste, die direkt in betriebliche Systeme eingebettet werden können und Anwendungsfälle von der Optimierung des Ladens von Elektrofahrzeugen bis hin zu autonomer IoT-Entscheidungsfindung unterstützen.
Medienkontakt:
Phi Tran | Bereichsleitung Marketing, Allora Labs
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.