Andrey Rublev trifft Kinder aus dem Asyl Miras Autism Center der Bulat Utemuratov Stiftung.

21.10.2026

ALMATY, Kasachstan, 21. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Tennis-Weltstar Andrey Rublev traf sich während des Almaty Open ATP 250 Turniers mit zehn Kindern aus dem Autismuszentrum Asyl Miras. Die Initiative, die vom kasachischen Tennisverband (KTF) organisiert wird, setzt eine langjährige Tradition fort, professionelle Spieler mit Kindern aus dem Asylzentrum Miras zusammenzubringen. Die Bulat-Utemuratov-Stiftung betreibt 13 Autismuszentren in 12 Städten Kasachstans und bietet Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) kostenlose und umfassende Unterstützung.

Photo Credit: Bulat Utemuratov Foundation

„Uns ist es besonders wichtig, dass Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung die Möglichkeit haben, an allen Lebensbereichen, einschließlich des Sports, teilzunehmen. Solche Treffen tragen dazu bei, das Verständnis von Inklusion nicht nur bei Kindern, sondern in der gesamten Gesellschaft zu erweitern. Die Zeit, die wir mit Profisportlern verbringen, ist für die Kinder eine bedeutungsvolle Erfahrung und ein weiterer Schritt hin zu einem offeneren und integrativeren Umfeld", sagte Ainur Karbozova, CEO der Bulat Utemuratov Stiftung.

Auf dem Platz nahmen Rublev und die Kinder an angepassten Ball- und Schlägerübungen, Genauigkeitsübungen und anderen Aktivitäten teil, die von Spezialisten von Asyl Miras und der KTF entwickelt wurden, um sicherzustellen, dass jedes Kind Tennis auf entspannte und ansprechende Weise entdecken kann. Die Veranstaltung bot den Kindern die Möglichkeit, etwas Neues zu erleben und an einer gemeinsamen sportlichen Aktivität teilzunehmen, während Rublev gleichzeitig mehr über Autismus und den Umgang mit Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung lernen konnte.

„Es war ein tolles Erlebnis. Zunächst einmal ist es immer ein Vergnügen, Zeit mit Kindern zu verbringen. Sie lehren einen so viel, und es ist immer etwas Besonderes, Teil dieser spielerischen Atmosphäre zu sein. Meine Mutter ist auch Tennistrainerin, deshalb stehe ich schon seit meiner Kindheit auf dem Platz und bin damit aufgewachsen, zu beobachten, wie Trainer mit kleinen Kindern arbeiten. Jede wohltätige Initiative ist unglaublich bedeutsam, und jeder Mensch fühlt sich auf seine eigene Weise damit verbunden. Aber das Wichtigste ist einfach, etwas Gutes zu tun", sagte Andrej Rubljow.

Professionelle Tennisspieler haben die Initiativen der Bulat-Utemuratov-Stiftung schon mehrfach unterstützt. Im Laufe der Jahre haben die Asyl Miras Autism Centers unter anderem Novak Djokovic, Elena Rybakina, Carlos Alcaraz, Felix Auger-Aliassime und Alexander Bublik begrüßt. In Fortführung dieser Tradition überreichte Rublev den Kindern nach der Veranstaltung Tennisschläger, damit sie weiter Tennis spielen und ihre neu erworbenen Fähigkeiten in die Praxis umsetzen konnten.

 

Photo Credit: Bulat Utemuratov Foundation

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.