Eine Investition in Millionenhöhe in Asturien wird die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette stärken und die wachsende Nachfrage nach Nomex®-Papier in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, elektrische Infrastruktur, Elektrofahrzeuge, Verteidigung und anderen kritischen Märkten unterstützen.
ALPHARETTA, Ga., 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Arclin, ein führendes Unternehmen im Bereich der Materialwissenschaften, gab heute eine Investition in Millionenhöhe zur Erweiterung der Produktionskapazität für Flocken in seinem Werk in Asturien, Spanien, bekannt. Dies ist ein wichtiger Schritt in der Strategie des Unternehmens, in das langfristige Wachstum des Nomex®-Geschäfts zu investieren und die Versorgung von Kunden weltweit zu verbessern.
Seit der Übernahme von Nomex® im April 2026 konzentriert sich Arclin auf Investitionen in Kapazität, Zuverlässigkeit und langfristiges Wachstum, um der steigenden Kundennachfrage gerecht zu werden. Das Unternehmen liefert im Jahr 2026 ein Rekordvolumen an Papier und rechnet auch im Jahr 2027 mit einem weiteren Wachstum des Angebots.
„Als wir das Nomex®-Geschäft kauften, verpflichteten wir uns, in seine Zukunft zu investieren", sagte Bradley Bolduc, Chief Executive Officer bei Arclin. „Der Ausbau der Produktion in Asturien wird unser globales Fertigungsnetzwerk stärken und dazu beitragen, dass wir unsere Kunden auch weiterhin unterstützen können, wenn die Nachfrage in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, elektrische Infrastruktur, Verteidigung und Transportwesen wächst."
Das Werk in Asturien ist seit 1993 ein Eckpfeiler des Nomex®-Produktionsnetzwerks. Durch diese Investition wird der Standort über Produktionskapazitäten für Nomex®-Papier verfügen und zu einer von vier Produktionsstätten im globalen Arclin's Netzwerk für die Herstellung von Nomex®-Papier werden. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2027 abgeschlossen sein, die vollständige Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.
„Unsere Kunden verlassen sich auf Nomex®-Papier für einige der anspruchsvollsten Anwendungen weltweit, von Flugzeugen und Elektrofahrzeugen bis hin zur Stromerzeugung und Netzinfrastruktur", sagte Mark Glaspey, Präsident von Arclin. „Seit Jahrzehnten setzt Nomex® den Standard für Leistung in unternehmenskritischen Anwendungen. Aufbauend auf dieser Tradition entwickeln wir die Technologie weiter, erarbeiten neue Spezifikationen und arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um den sich wandelnden Leistungsanforderungen gerecht zu werden und neue Anwendungen zu ermöglichen. Diese Investition spiegelt das Vertrauen sowohl in die Zukunft dieser Märkte als auch in die entscheidende Rolle wider, die das Nomex®-Papier darin spielt."
Über Arclin
Arclin ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Materialwissenschaften und Hersteller von Polymertechnologien, technischen Produkten und Spezialmaterialien für die Bau, Landwirtschafts, Verkehrsinfrastruktur, Wetter- und Brandschutz, Pharma, Ernährungs, Elektronik, Design und andere Branchen. Arclin hat seinen Hauptsitz in Alpharetta, Georgia, verfügt über Niederlassungen und Produktionsstätten in Nord- und Südamerika, Europa und Asien und bedient Kunden weltweit. Weitere Informationen finden Sie unter www.arclin.com.
Arclin Medienkontakt
Jana Wright
Leiterin Marketing & Kommunikation
inquiries@arclin.com
Nomex® ist eine eingetragene Marke von Arclin.
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.