PORTO, Portugal, 19. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Athena Technology Solutions, ein 2011 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Fremont, Kalifornien, das sich auf die Implementierung von Manufacturing Execution Systems (MES) spezialisiert hat und rund 200 Mitarbeiter in den USA und Indien beschäftigt, expandiert nach Europa und eröffnet sein erstes europäisches Büro in Porto.
Porto wird die Bereiche Vertrieb, Projektabwicklung, Kundensupport und Führung für das europäische Geschäft beherbergen. Athena startet mit sechs Mitarbeitern in Portugal, plant, innerhalb des ersten Jahres 20 zu erreichen und strebt an, innerhalb von fünf Jahren ein Team von 100 Mitarbeitern aufzubauen. Das Unternehmen strebt an, bis zum Ende des Geschäftsjahres im Dezember mindestens fünf Kunden zu gewinnen.
„Europa ist ein natürlicher nächster Schritt für Athena." „Das MES-Geschäft findet in den USA, Europa und Asien statt, und wir müssen dort sein, wo das Geschäft ist", sagte Senthil Ranganathan, Gründer und CEO von Athena. „In Porto fanden wir die richtigen Talente, um schnell loszulegen, ein Technologie-Ökosystem, das zu den Branchen passt, die wir bedienen, und unsere Partner in unmittelbarer Nähe. Hier beginnt unser europäisches Geschäft, und von hier aus wird es geleitet werden."
Sachi Javli, Geschäftsführerin und Leiterin der globalen Projektabwicklung, leitet das europäische Geschäft. Athena sucht Projektmanager, Programmmanager, Entwickler und Vertriebsmitarbeiter in Portugal und anderen europäischen Märkten.
Von Porto aus bietet Athena MES-Auswahl, -Implementierung, -Integration und -Support sowie PLM, ERP und Managed Services für große, multinationale Hersteller mit mehreren Standorten in den Bereichen Halbleiter, Elektronik, Medizintechnik, Solarenergie, Batterien und andere Hightech-Fertigungsbereiche an. Zu den Technologiepartnern gehören Critical Manufacturing, für das es ein Premier Services Partner ist; Siemens, für das es ein Allianzpartner auf der Opcenter MES-Plattform ist; und Twinzo, für das es ein autorisierter Wiederverkäufer ist.
Athena wird außerdem FabOrchestrator.AI™, die agentenbasierte KI-Orchestrierungsschicht für Fertigungsprozesse, die das Unternehmen in diesem Jahr eingeführt hat, europäischen Herstellern anbieten.
„Hersteller investieren nicht wegen der Software in ein MES. Sie investieren darin, um ihre Ziele in Bezug auf Qualität, Durchsatz, Compliance und Leistung zu erreichen", sagte Javli. „Mit einem Team in Porto, in der Nähe unserer Partner und der Hersteller, die wir bedienen wollen, und mit unseren Lieferzentren in Indien im Rücken, sind wir vom ersten Tag an für jedes Projekt oder Angebot bestens gerüstet."
Athena könnte im Zuge des Geschäftswachstums ein Satellitenbüro in Deutschland eröffnen.
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Susana Esteves | susana.esteves@edc.pt | +351919819460
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.