HELSINKI, 21. April 2026 /PRNewswire/ -- BrightCharger Oy und Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH haben eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet, um die Erweiterung der BrightZero® Charging Control auf neue Komponenten und Produkte zu unterstützen. Die Vereinbarung wurde am 8. April 2026 unterzeichnet.

BrightCharger ist ein finnisches Technologieunternehmen, das patentgeschützte Ladesteuerungstechnologien entwickelt, darunter die patentierte BrightZero®-Source-Side-Charging-Control-Lösung. BrightZero ist darauf ausgelegt, die Stromzufuhr zu unterbrechen und das Ladegerät automatisch in den
Tiefschlafmodus zu versetzen, sobald der Ladevorgang effektiv abgeschlossen ist. Ziel ist es, unnötiges Nachladen zu reduzieren, das Risiko von Überhitzung zu senken, die Batteriepflege zu unterstützen und standby-artigen Energieverbrauch nach Abschluss des Ladevorgangs zu verringern.
Der erste anstehende Schritt der Zusammenarbeit ist eine BrightZero-enabled-Version von Holteks HT45F9160 Power Delivery Flash MCU. Dies eröffnet einen praktikablen neuen PD-Chip-Pfad für Ladegerätehersteller. Zusammen mit einer OEM Integration Guideline und einem ersten Referenz-Ladegerät, das derzeit entwickelt wird, wird dies OEMs dabei helfen, diese source-side Auto-Cut-Off-Funktion in Ladegerätedesigns zu integrieren und einen schnelleren Markteintritt zu unterstützen. Gleichzeitig schafft es die Grundlage für eine breitere Skalierung der BrightZero-Funktion über neue Halbleiter- und Produktkategorien hinweg, etwa bei Ladegeräten und Powerbanks.
"Dies ist ein wichtiger Meilenstein für BrightCharger. Wir haben mit langfristiger Entschlossenheit daran gearbeitet, BrightZero in neue USB-C-PD-Ladegerätekategorien zu bringen, und Endrich gibt uns einen starken Kanal, um diese Arbeit in das Komponenten- und OEM-Ökosystem zu überführen. Die kommende BrightZero-enabled HT45F9160 PD Flash MCU ist ein konkreter erster Schritt. Indem sie unnötiges Überladen und Batteriestress nach dem Laden reduziert, kann sie den Common-Charger-Pfad nachhaltiger machen und eine längere Batterielebensdauer im Sinne der relevanten EU-Regulierungen unterstützen. Von dort aus sehen wir starkes Potenzial, auf neue Chipvarianten, Ladegeräte und später auch auf weitere Produktkategorien zu expandieren," sagt Jani Rytkönen, CEO und Mitgründer von BrightCharger Oy.
"Bei Endrich sind wir kontinuierlich darauf fokussiert, unser Angebot mit praxisnahen und innovativen Technologien zu erweitern, die neue Möglichkeiten für Kunden schaffen. BrightZero bringt eine relevante neue Fähigkeit in den Ladebereich. Sie kann Produktdifferenzierung, Nachhaltigkeitsziele und breitere Designoptionen für OEMs und deren technische Teams unterstützen," sagt Antonio Rodas, CTO der Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH.
"Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit und die daraus entstehenden Möglichkeiten. BrightZero ergänzt unser Angebot um eine sinnvolle neue Funktion, und wir sehen großes Potenzial in zukünftigen Komponenten und Produkten, die diese enthalten. Der kommende PD Flash MCU-Pfad ist ein wichtiger erster Schritt, und wir freuen uns darauf, im Laufe der Zeit neue BrightZero-enabled-Varianten in den Markt zu bringen," sagt Dietmar Kinn, Product Line Manager der Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH.
Für BrightCharger stärkt diese Zusammenarbeit die Position als Technologieentwickler, IPR-Inhaber und Lösungsanbieter. Für OEMs, FAEs und Marken eröffnet sie einen praxisnahen Weg, BrightZero über einen neuen PD-Chip-Pfad, Integrationsrichtlinien und zukünftige Referenzdesigns zu übernehmen. Für Endrich erschließt sie einen neuen Lösungsbereich, der praktische Integrationsfähigkeit mit klarem Endkundennutzen verbindet.
Über BrightCharger Oy
BrightCharger Oy ist ein finnisches Technologieunternehmen mit Fokus auf intelligente Ladesteuerungslösungen für Ladegeräte, Powerbanks, Smart Plugs und Steckdosen. Seine Kerninnovation, das patentierte BrightZero®, ist eine intelligente Source-Side-Charging-Control-Technologie, die darauf ausgelegt ist, den Ladevorgang zu beenden und die Stromzufuhr automatisch zu unterbrechen, sobald das Laden effektiv abgeschlossen ist. BrightCharger arbeitet mit Partnern über IP-Lizenzierung und Technologieentwicklung zusammen.
Über Endrich
Mit 50 Jahren Erfahrung in der Elektronikbranche ist die Endrich Bauelemente Vertriebs GmbH ein familiengeführter Design-in-Distributor und Lösungspartner für Industriekunden in ganz Europa. Endrich bietet ein breites Spektrum an elektronischen Komponenten und Systemlösungen, unterstützt durch technische Expertise und anwendungsorientierte Zusammenarbeit. Der Fokus des Unternehmens liegt darauf, Kunden bei der Einführung neuer Technologien und der Markteinführung innovativer Produkte zu unterstützen.
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Mehr als zehn Jahre nach Bekanntwerden der Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen von Volkswagen geht die strafrechtliche Aufarbeitung in eine weitere Runde. Vor dem Landgericht Braunschweig beginnt ein dritter großer Betrugsprozess im Zusammenhang mit der sogenannten Abschaltsoftware. Angeklagt sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter des Konzerns und eines Zulieferers. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vor; im Falle einer Verurteilung drohen mehrjährige Haftstrafen. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Im Mittelpunkt steht erneut die Software, mit der Millionen Fahrzeuge der VW-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte erreichten als im regulären Straßenbetrieb. Nach Auffassung der Ermittler entstand den Käufern dadurch ein Milliardenschaden. Die nun angeklagten Beschuldigten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in unterschiedlichen Zeiträumen an Entwicklung und Implementierung der Funktion beteiligt gewesen sein oder sie unterstützt haben. Ziel sei es gewesen, Volkswagen hohe Gewinne zu sichern und darüber mittelbar von Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren.
Der neue Prozess fügt sich ein in eine Serie von Verfahren, mit denen deutsche Gerichte den Dieselskandal juristisch aufarbeiten. Bereits im Mai 2025 endete nach mehreren Jahren Verhandlung der erste große Betrugsprozess in Braunschweig mit Urteilen gegen vier Angeklagte: Zwei erhielten Haftstrafen, zwei Bewährungsstrafen. Die Verurteilten sehen sich als Bauernopfer und haben Revision eingelegt; eine Entscheidung darüber steht aus, der tatsächliche Haftantritt dürfte sich entsprechend verzögern. Ein zweites Verfahren gegen fünf teils ehemalige Führungskräfte des Konzerns läuft seit November 2025, den vier Männern und einer Frau werden unter anderem Betrug, Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vorgeworfen. Für diesen Prozess sind Termine bis mindestens Ende 2026 angesetzt.
Prominent, aber derzeit ruhend, bleibt das Verfahren gegen den früheren Vorstandschef Martin Winterkorn. Er war im ersten Braunschweiger Prozess zunächst Mitangeklagter, sein Verfahren wurde jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Winterkorn hatte vor Gericht strafrechtliche Verantwortung zurückgewiesen. Ein rechtskräftiges Urteil im Kontext der Dieselaffäre liegt hingegen aus München vor: Ex-Audi-Chef Rupert Stadler wurde dort zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten sowie zur Zahlung von 1,1 Millionen Euro verurteilt. Parallel dazu hatte VW in den USA, wo der Skandal 2015 durch eine Mitteilung der Umweltbehörde EPA öffentlich geworden war, bereits mehr als 20 Milliarden Dollar an Strafen und Entschädigungen gezahlt; frühere Mitarbeiter wurden dort zu langen Freiheitsstrafen verurteilt.