Chinesisches immaterielles Kulturerbe (ICH) betritt den Weltmarkt: One Heung Kong und die Guangdong Fashion Week ebnen einen neuen Weg für orientalische Mode

24.04.2026

GUANGZHOU, China, 24. April 2026 /PRNewswire/ -- Vor dem Hintergrund kultureller Vielfalt vollzieht die traditionelle Lingnan-Kultur durch Modedesign einen bemerkenswerten Wandel von einem lokalen Schatz zu einem internationalen Phänomen. Während der 37. Guangdong Fashion Week brachte die One Heung Kong Haute Couture Show Elemente des immateriellen Kulturerbes (ICH), darunter Xiangyunsha (gambierte Guangdong-Gaze), Chaozhou-Stickerei, Song-Brokat und Yun-Brokat, auf die internationale Bühne und bot ein innovatives Modell für die lebendige Weitergabe des chinesischen immateriellen Kulturerbes.

Drei Spitzendesigner erweckten die traditionelle Handwerkskunst durch zeitgenössischen Ausdruck zu neuem Leben. Li Xiaoyan erforschte die Integration von Xiangyunsha in nachhaltige Mode; Yan Fangni verknüpfte immaterielles Kulturerbe mit alltagstauglicher Haute Couture, und Zhao Yakun führte die Handwerkskunst von Lingnan in das globale Luxussystem ein. Gemeinsam schufen sie so einen kreativen Rahmen, der in der Tradition verwurzelt ist, in der Moderne Anwendung findet und international zum Ausdruck kommt.

Diese Schau ist eine kulturelle Modernisierungsinitiative, die immaterielles Kulturerbe in globale Modewerte verwandelt und Chinas Stimme in der Kreativwirtschaft stärkt. Während der Veranstaltung wurde One Heung Kong als ganzjähriger Ausstellungs- und Aufführungsstandort für chinesisches Originaldesign benannt. Damit werden die traditionellen zyklischen Grenzen von Fashion Weeks durchbrochen und eine ganzjährige Plattform für Ausstellungen und Vernetzung geschaffen.

Die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten führt zu einer tiefgreifenden Integration kultureller IPs, der Modeindustrie und internationaler Plattformen und unterstützt damit die Weitergabe des immateriellen Kulturerbes sowie die Entwicklung der Kreativwirtschaft. Sie schafft ein orientalisches kulturelles Modeökosystem und ebnet einen effizienten Weg dafür, dass chinesische Kultur ein weltweites Publikum erreicht.

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Sporthändler Decathlon investiert Millionen in deutsches Filialnetz

14.04.2026

Der französische Sportartikelhändler Decathlon treibt seine Expansion in Deutschland deutlich voran und nimmt dafür eine geringere Profitabilität in Kauf. In einem herausfordernden Marktumfeld erhöhte das Unternehmen seinen Gesamtumsatz hierzulande auf gut 1,27 Milliarden Euro, ein Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren vor allem die Segmente Rad- und Laufsport. Rund 74 Prozent des Geschäfts werden weiterhin in den stationären Filialen erwirtschaftet, was die zentrale Rolle des klassischen Handelsmodells für Decathlon unterstreicht.

Beim Ergebnis zeigen sich die Kosten des Expansionskurses. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg zwar um gut 2,9 Prozent auf 28,1 Millionen Euro, blieb damit aber deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023, als noch mehr als 38 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen wurden. Angaben zum Nettoergebnis machte die Handelskette nicht. Der Finanzchef von Decathlon Deutschland, Luca Guanella, verweist auf die hohen Zukunftsinvestitionen: Das Ergebnis spiegle die bewusste Entscheidung wider, massiv in den Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung der Organisation zu investieren.

Rund 67 Millionen Euro steckte Decathlon 2025 in den deutschen Markt, um die Grundlage für ein Netz von 150 Geschäften bis Ende 2027 zu legen. Allein 2025 kamen 18 neue Läden hinzu, unter anderem in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Insgesamt verfügte das Unternehmen Ende 2025 über 105 Standorte. Im laufenden Jahr sind etwa 25 weitere Eröffnungen vorgesehen, darunter Filialen in Oberhausen, Saarbrücken, Leverkusen und Trier. Parallel dazu wurde rund ein Drittel der bestehenden Geschäfte modernisiert, um das Einkaufserlebnis zu erneuern.

Strategisch rückt Decathlon näher an seine Kundinnen und Kunden heran. Neben den weiterhin wichtigen großflächigen Märkten, die meist außerhalb der Stadtzentren liegen, entstehen zunehmend kleinere Geschäfte in Einkaufszentren und Fußgängerzonen. Diese Standorte können sich auf einzelne Sportarten spezialisieren und das Sortiment an lokale Bedürfnisse anpassen. Mit dieser Ausrichtung zielt Decathlon darauf ab, im milliardenschweren, aber hart umkämpften deutschen Sportfachhandel Marktanteile zu gewinnen – insbesondere gegenüber den Verbundgruppen Intersport und Sport 2000, die ihrerseits expandieren und von Lücken profitieren, die der Rückzug klassischer Modehäuser und Warenhäuser mit Sportsortimenten hinterlassen hat.