DER GALLIPOLI-FELDZUG WIRD IM DIGITALEN RAUM ZU NEUEM LEBEN ERWECKT

15.08.2026

BLACKMILL GAMES UND DIE DIREKTION DER HISTORISCHEN STÄTTE VON GALLIPOLI STARTEN EINE KOOPERATION, UM DEN GALLIPOLI-FELDZUG NOCH MEHR SPIELERN WELTWEIT NÄHERZUBRINGEN

ÇANAKKALE, Türkei, 15. August 2026 /PRNewswire/ -- Der Gallipoli-Feldzug, ein entscheidender Wendepunkt in der Weltgeschichte, wurde mit dem Videospiel Gallipoli in die digitale Welt übertragen.

Der Auftakt der Zusammenarbeit zwischen der Direktion der historischen Stätte von Gallipoli und BlackMill Games – einem renommierten internationalen Spieleentwickler – fand am 10. August in der Festung Seddülbahir statt, genau an dem Ort, an dem die historischen Schlachten ausgetragen wurden.

In einem eigens für die Veranstaltung errichteten Erlebnisbereich konnten die Teilnehmenden die digital rekonstruierte historische Landschaft in der authentischen Atmosphäre des ursprünglichen Schlachtfelds erkunden.

Bei der Auftaktveranstaltung erklärte İsmail Kaşdemir, Leiter der Direktion der historischen Stätte von Gallipoli: „Spiele sind eine der wirksamsten Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche zu erreichen. Ich hoffe, dass dieses Spiel das Interesse an Çanakkale sowohl in der Türkei als auch weltweit steigern und mehr Menschen dazu bewegen wird, diese historische Region zu besuchen und mehr über sie zu erfahren. Türkische Kinder werden die Möglichkeit haben, in die Rolle türkischer Helden zu schlüpfen, während Spieler weltweit ein tieferes Verständnis für Çanakkale gewinnen werden. Obwohl der Krieg vor 111 Jahren mit einem großen türkischen Sieg endete, stehen diese Gebiete heute unter der türkischen Flagge für Frieden, Ruhe und Wohlergehen. Wir sind entschlossen, diesen Frieden zu bewahren und die uns anvertrauten Erinnerungen und das historische Erbe zu schützen."

Jos Hoebe, CEO von BlackMill Games, erklärt: „Wir sind stolz und freuen uns sehr, bei diesem Projekt mit der Direktion der historischen Stätte von Gallipoli zusammenzuarbeiten. Diese Partnerschaft verdeutlicht, wie wertvoll es ist, das Fachwissen historischer Institutionen und die kreativen Fähigkeiten der Spieleindustrie zusammenzuführen. Durch unsere Zusammenarbeit können wir dazu beitragen, die Geschichte der Gallipoli-Front einem viel breiteren Publikum näherzubringen und ein tieferes Verständnis für die Schlachten und die Menschen zu fördern, die dieses wichtige Kapitel der Geschichte geprägt haben. Für uns ist dies eine bedeutende Anerkennung des Potenzials von Spielen als wirkungsvolles Medium, um neue Zielgruppen für historisches Erbe zu begeistern."

Im Anschluss an die Reden unterzeichneten Kaşdemir und Hoebe offiziell das Kooperationsprotokoll.

„GALLIPOLI" ERSCHEINT AM 20. AUGUST

Gallipoli, der neueste Titel von BlackMill Games – einem Studio, das für seine Spiele zum Ersten Weltkrieg bekannt ist –, ist ab dem 20. August weltweit erhältlich.

Gallipoli geht über die Konventionen eines herkömmlichen Kriegsspiels hinaus und bietet ein immersives Erlebnis, das den Gallipoli-Feldzug als integralen Bestandteil des gemeinsamen historischen Gedächtnisses der Menschheit in die digitale Welt überträgt.

Die Spieler haben die Möglichkeit, die Geografie des Feldzugs, die historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit, Militäruniformen, Waffen, Schützengräben und Schlachtfelder zu erleben, die mit hoher historischer Genauigkeit nachgebildet wurden.

VON DER HISTORISCHEN GEOGRAFIE ZUM DIGITALEN ERLEBNIS

Gallipoli rekonstruiert zentrale Schauplätze des Gallipoli-Feldzugs digital, allen voran die Festung Seddülbahir, Kumkale, Ariburnu und Anzac Cove. Neben der physischen Geografie wurden auch historische Bauwerke, natürliche Landschaften, Schützengräben, Militäruniformen und Waffen der damaligen Zeit unter strikter Berücksichtigung der historischen Gegebenheiten jener Epoche integriert.

Dieser Ansatz zielt nicht nur darauf ab, Kampfhandlungen auf einem Schlachtfeld zu simulieren, sondern den Spielern auch die Möglichkeit zu geben, die geografischen Gegebenheiten und die Atmosphäre jener Zeit zu erleben, in der sich die historischen Ereignisse abspielten.

DIE HISTORISCHE REALITÄT IN DIGITALE UMGEBUNGEN ÜBERTRAGEN

Um eine originalgetreue Darstellung der Gallipoli-Front und der historischen Stätte von Gallipoli zu gewährleisten, stellt die Direktion BlackMill Games umfangreiche Archivmaterialien, historische Dokumente und technische Datensätze zur Verfügung.

Dem Entwicklungsteam werden LIDAR-Scans, räumliche 3D-Daten, Karten und technische Unterlagen zur Verfügung gestellt, um die Modellierung historischer Bauwerke, Schlachtfelder und natürlicher Geländeformen zu erleichtern. Darüber hinaus koordinierte die Direktion die Arbeiten vor Ort und ermöglichte dem Team von BlackMill Games damit technische Untersuchungen und Ortsbesichtigungen auf den historischen Schlachtfeldern.

Mit diesen umfassenden Maßnahmen soll die digitale Darstellung von Gallipoli im Spiel eng mit der tatsächlichen Geografie und dem materiellen historischen Erbe verknüpft werden.

Kontakt:  

Huseyin Ulgen

+905300675997

huseyin.ulgen@dha.com.tr

The launch of the collaboration between the Directorate of Gallipoli Historical Site and BlackMill Games -a prominent global game developer- was hosted on August 10 at Seddülbahir Fortress, the very site where the historical battles occurred.

Gallipoli

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/der-gallipoli-feldzug-wird-im-digitalen-raum-zu-neuem-leben-erweckt-302852268.html

Other news

Französische Budgetpläne lösen Kursdruck auf Rheinmetall-Aktie aus

15.06.2026

Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.

Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.

Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.

Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.