Die ITRI-Niederlassung in Europa feiert ihr 30-jähriges Jubiläum mit einem Ausbau der technologischen Zusammenarbeit

17.06.2026

BERLIN, 17. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Das Industrial Technology Research Institute (ITRI) feierte am 12. Juni mit einem Technologieforum in Berlin das 30-jährige Jubiläum seines ITRI-Büros in Europa und brachte dabei führende europäische Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen zusammen, darunter die Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die Fraunhofer-Gesellschaft, die European Association of Research and Technology Organisations (EARTO) und die Technische Universität Braunschweig (TU Braunschweig).

The ITRI Europe Office celebrates its 30th anniversary in Berlin.

Die ITRI-Niederlassung in Europa wurde 1996 in Deutschland gegründet, um Taiwans Fähigkeiten im Bereich der industriellen Innovation und Transformation zu stärken. Seitdem fungiert die Niederlassung als zentrale Drehscheibe für die Innovationszusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa. Sie hat Taiwans Beteiligung an mehr als 20 „Horizon-Europe"-Programmen unterstützt, Kooperationsvereinbarungen mit Partnern in 14 europäischen Ländern – darunter Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Spanien – geschlossen und fast 100 gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte ermöglicht.

„Das 30-jährige Jubiläum der ITRI-Europaniederlassung markiert die Vertiefung der technologischen Zusammenarbeit zwischen Taiwan und Europa und spiegelt den Wandel des ITRI von einem Technologie-Scout zu einem strategischen Partner für das europäische Innovationsökosystem wider", sagte ITRI-Vorstandsvorsitzender Tsung-Tsong Wu. Er betonte, dass technologische Zusammenarbeit nicht nur von technischem Fachwissen abhänge, sondern auch von gegenseitigem Vertrauen, das im Laufe der Zeit aufgebaut wurde. So arbeiten das ITRI und die Fraunhofer-Gesellschaft beispielsweise bereits seit 1992 zusammen. Die Verlängerung der Absichtserklärung um weitere fünf Jahre wird auf den vorhandenen gemeinsamen Bemühungen in den Bereichen Gesundheitswesen, IKT und grüne Energie aufbauen und neue Wege in den Bereichen KI und Robotik erschließen.

„Die langjährige Partnerschaft zwischen Fraunhofer und dem ITRI ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Vertrauen, Kontinuität und ein gemeinsames Engagement für die Zukunft nachhaltige Wirkung erzielen", sagte Johann Feckl, Direktor für vorwettbewerbliche Forschung und internationale Angelegenheiten, in seiner Grundsatzrede. „In der angewandten Forschung ist eine internationale Vernetzung unerlässlich, um technologische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und in wirkungsvolle Innovationen umzusetzen."

Im Rahmen des umfassenden Engagements des ITRI in den europäischen Technologie- und Industriebereichen veranstaltete das ITRI den „ITRI UK Tech Day" anlässlich des einjährigen Jubiläums seiner Niederlassung in Großbritannien. Zudem baute das ITRI seine Partnerschaft mit dem National Physical Laboratory (NPL) weiter aus, unter anderem durch die Zusammenarbeit in Bereichen wie Halbleitertechnologie, KI und anderen verwandten Technologien.

Im Einklang mit den F&E-Prioritäten der EU in den Bereichen Netto-Null, Biomedizin, digitale Innovation und Raumfahrt wird das ITRI die technologischen Beziehungen zwischen Taiwan und Europa über seine Niederlassungen in Berlin und London weiter stärken und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Partnern in Frankreich, den Niederlanden sowie Mittel- und Osteuropa in aufstrebenden Bereichen wie Drohnen ausbauen. Mit seinem Netzwerk aus Industrie, Regierung, Wissenschaft, Forschungsinstituten und Start-ups zielt das ITRI darauf ab, den Technologieaustausch, den politischen Dialog und bereichsübergreifende Innovationen zu beschleunigen und Taiwan als treibende Kraft im globalen industriellen Wandel zu positionieren.

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Nach BAG-Urteil: Bremen startet Vorreiterprojekt zur Zeiterfassung an Schulen

15.06.2026

Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.

Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.

Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.