Global Citizen Solutions veröffentlicht den „Global Atlas of Risk and Readiness 2026"

08.04.2026

Größe ist kein Garant mehr für Bereitschaft: In einer neuen weltweiten Rangliste liegen die Schweiz und Singapur vor den USA und Großbritannien

LONDON, 8. April 2026 /PRNewswire/ -- Global Citizen Solutions („GCS"), ein führendes Beratungsunternehmen für Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftsplanung, hat über seine Global Intelligence Unitden „Global Atlas of Risk and Readiness 2026" (GARR) veröffentlicht, ein neues Benchmarking-Rahmenwerk, das bewertet, wie effektiv Länder in 85 Ländern strukturelle Stabilität mit langfristiger Wachstumskapazität verbinden.

Logo von Global Citizen Solutions

Der Bericht stellt einen zweigleisigen Ansatz vor, der Risikoexposition und zukunftsorientierte Bereitschaft miteinander verbindet und Anlegern eine strukturierte Grundlage bietet, um zu beurteilen, wo Kapital am ehesten geschützt bleibt und sich gleichzeitig im Laufe der Zeit vermehrt.

Top 5: Institutionelle Stärke definiert globale Führungsrolle

  • Schweiz
  • Deutschland
  • Singapur
  • Irland
  • Finnland

Diese Länder verbinden ein geringes strukturelles Risiko mit einer hohen Bereitschaft, einschließlich starker Rechtsstaatlichkeit, Innovationsökosystemen und tiefen Kapitalmärkten. Europa dominiert die oberste Rangstufe, was den hohen Stellenwert widerspiegelt, der regulatorischer Vorhersehbarkeit, institutioneller Tiefe und regionaler Integration beigemessen wird. Die Schweiz ist führend in den Bereichen Innovation und wirtschaftliche Komplexität; Deutschland führt das Bereitschaftsranking über den gesamten Datensatz hinweg an, was die in der Region unübertroffene industrielle Tiefe und das Humankapital widerspiegelt.

Das US-Paradoxon: Weltweit führende Bereitschaft, strukturelle Risikobelastung

Die Vereinigten Staaten stellen den analytisch auffälligsten Fall des Berichts dar. Sie erreichen bei der Bereitschaft fast 90 Punkte – nahe der globalen Spitze –, was auf tiefgreifende Innovationsökosysteme, weltweit führende Kapitalmärkte und technologische Führungsrolle zurückzuführen ist. Dennoch belegen sie insgesamt nur Platz 24. Der Bericht identifiziert die Ursachen eher als strukturell denn als zyklisch: hohe Staatsverschuldung, politische Polarisierung, die zu regulatorischer Unvorhersehbarkeit führt, und die Sensibilität der Finanzmärkte. Hohe Einkommen und technologische Führungsrolle führen den Daten zufolge nicht automatisch zu ausgewogener Widerstandsfähigkeit.

Singapur: Das Argument der Größe, umgekehrt

Singapur sticht als Asiens einziger Spitzenreiter hervor und belegt mit einer Punktzahl von 92,60 den 3. Platz in der Gesamtwertung, was zeigt, wie strategische Positionierung und institutionelle Kohärenz begrenzte Größe kompensieren können. Singapur verzeichnet den niedrigsten Risikowert aller Länder im Datensatz und belegt weltweit den 11. Platz bei der Bereitschaft. Der Bericht stuft das Land als globalen Knotenpunkt für Kapital, Innovation und Konnektivität ein – eine Bezeichnung, die keine andere asiatische Volkswirtschaft für sich beanspruchen kann.

Großbritannien hält sich, sieht sich aber Gegenwind ausgesetzt

Großbritannien belegt weltweit den 21. Platz mit einer Gesamtpunktzahl von 88,68. Als „fortgeschritten und stabil" eingestuft, verfügt es weiterhin über tiefe Kapitalmärkte und starke institutionelle Grundlagen, doch der vierte Platz des Nachbarlandes Irland verdeutlicht, welchen Stellenwert die Daten einer tiefen regionalen Integration und konsistenter Regierungsführung beimessen – Eigenschaften, die Großbritannien stärker unter Beweis stellen muss, um die Lücke bei der Bereitschaft zu schließen.

„In der heutigen Weltwirtschaft fließt Kapital dorthin, wo Resilienz herrscht, und die Daten zeigen, dass institutionelle Stärke, nicht Größe, der entscheidende Faktor für eine nachhaltige Anlageperformance ist", sagte Patricia Casaburi, CEO von Global Citizen Solutions

Der vollständige GARR-Bericht ist unter globalcitizensolutions.com verfügbar.

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Plastikröhrli-Comeback: Capri-Sun erhöht Druck auf EU-Kommission

30.04.2026

Der Trinkgetränkehersteller Capri-Sun verschärft seine Auseinandersetzung mit der Europäischen Union um den Einsatz von Plastikstrohhalmen – obwohl eine aufwendig beworbene Online-Petition klar hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Statt der anvisierten einen Million Unterschriften kamen innerhalb von rund eineinhalb Jahren auf der Plattform Change.org weniger als 169.000 zustande. Das Unternehmen bewirbt die Petition nach eigenen Angaben inzwischen nicht mehr aktiv, hält an dem Ziel einer Rückkehr zum Plastiktrinkhalm aber fest.

Ausgelöst wurde der Konflikt durch das seit 2021 geltende EU-Verbot für Einwegplastikprodukte wie Trinkhalme. Capri-Sun musste daraufhin seine klassischen Trinkbeutel auf Papierstrohhalme umstellen, die in Plastik verpackt an den Beuteln befestigt werden. Seitdem reißen die Beschwerden von Kundinnen und Kunden nach Unternehmensangaben nicht ab: Die Papierhalme ließen sich schlechter in die Folie stechen, würden beim Trinken weich und sorgten für einen wahrnehmbaren Papiergeschmack. Capri-Sun hat das Design der Papierhalme zwar mehrfach überarbeitet, sieht die Probleme damit aber offenbar nicht gelöst.

Strategisch setzt der Hersteller nun auf einen technischen Ansatz: Capri-Sun strebt an, künftig sowohl Trinkbeutel als auch Strohhalm aus demselben Kunststoff, Polypropylen, zu fertigen. Das Unternehmen argumentiert, ein einstoffliches System verbessere die Recyclingfähigkeit, weil Beutel und Röhrchen gemeinsam dem gleichen Stoffkreislauf zugeführt werden könnten. Man befinde sich dazu in einem „konstruktiven Austausch“ mit der EU-Kommission, wie Capri-Sun betont. Die Brüsseler Behörde bestätigt Gespräche und verweist darauf, dass das Einwegplastikverbot bis kommendes Jahr überprüft werde. Parallel arbeitet die EU an einer neuen Verpackungsverordnung mit stärkeren Vorgaben zur Recyclingfähigkeit.

Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen reagieren kritisch auf die Vorstöße des Unternehmens und verweisen auf die massive Umweltverschmutzung durch Einwegplastik, die ursprüngliche Grundlage des EU-Verbots. Die Deutsche Umwelthilfe warnt unter anderem vor Mikroplastik in Nahrungsketten. Capri-Sun wiederum sieht sich im Spannungsfeld zwischen regulatorischen Vorgaben, Umweltbedenken und Kundenerwartungen – und versucht, das Verbot nicht grundsätzlich infrage zu stellen, sondern über das Recyclingargument eine Ausnahme oder Anpassung der Regeln zu erreichen. Ob der Polypropylen-Ansatz Brüssel überzeugt, dürfte sich im Zuge der laufenden Überprüfung des Einwegplastikrahmens entscheiden.