Hanwha Power erhält grundsätzliche ABS-Zulassung für batteriebetriebenes Containerschiffdesign mit 1.700 TEU

23.10.2026
  • Ein vollelektrischer Antriebsentwurf mit einem Energiespeicher von ca. 151 MWh stärkt die Fähigkeiten im Bereich des emissionsfreien Seeverkehrs.
  • Die integrierte Lösung kombiniert elektrischen Antrieb und containerisierte Batteriespeichersysteme.
  • Ein erweitertes Portfolio an umweltfreundlichen Schiffsantrieben schafft die Grundlage für den Einstieg in den Markt für emissionsfreie Schiffe der nächsten Generation

SEOUL, Südkorea, 23. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Hanwha Power gab bekannt, dass es vom American Bureau of Shipping (ABS) eine grundsätzliche Genehmigung (Approval in Principle, AiP) für seinen Entwurf eines batteriebetriebenen Containerschiffs mit einer Kapazität von 1.700 TEU erhalten hat.

Hanwha Power and ABS representatives at the AiP certificate presentation ceremony.

Die feierliche Übergabe der Zertifikate fand am 22. Oktober Ortszeit auf der MHE (Maritime Hybrid, Electric & Hydrogen Fuel Cells) Konferenz & Ausstellung 2026 in Bergen, Norwegen, statt. Jong-kyu Hwang, Vizepräsident für Technologielösungen bei Hanwha Power, nahm zusammen mit hochrangigen Vertretern von ABS an der Zeremonie teil. Die Veranstaltung findet vom 21. bis 23. Oktober im Scandic Hotel Bergen City statt.

Das neu genehmigte Designkonzept sieht ein vollelektrisches Containerschiff vor, das von einem groß angelegten 151-MWh-Energiespeichersystem (ESS) angetrieben wird. Elektrische Energie, die in containerisierten Batterieeinheiten gespeichert ist, dient als primäre Antriebsquelle des Schiffes und ermöglicht den Betrieb ohne direkte Kohlenstoffemissionen durch die Nutzung der Ladeinfrastruktur im Hafen.

Der Einsatz von containerisierten Batterien, die wie Standard-Frachtcontainer gehandhabt und verstaut werden können, verbessert die Raumeffizienz, maximiert die Ladekapazität und optimiert die Gesamtleistung des Schiffes. Dieser Ansatz unterstützt auch einen flexiblen Batteriewechsel und einen skalierbaren Betrieb und bietet somit einen praktischen Weg zur Dekarbonisierung des Kurzstrecken- und regionalen Containerverkehrs.

Das AiP stärkt die Kompetenzen von Hanwha Power im Bereich der vollelektrischen Schiffskonstruktion unter Verwendung großtechnischer Batteriespeicher und erweitert das Portfolio an Schiffsantriebslösungen. Das Unternehmen plant, auf diesem Erfolg aufzubauen, um Chancen im Markt für emissionsfreie Seeschifffahrt der nächsten Generation zu nutzen.

Parallel zur Genehmigung hat Hanwha Power auch den Basisentwurf eines batteriebetriebenen Containerschiffs mit einer Kapazität von 1.000 TEU fertiggestellt. Aufbauend auf seiner Expertise im Schiffsdesign über verschiedene Schiffsklassen hinweg, hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, eine umfassende Produktpalette von elektrisch angetriebenen Schiffen zu entwickeln, die auf ein breites Spektrum an Betriebsbedingungen und Kundenbedürfnissen zugeschnitten sind.

„Diese AiP von ABS stellt einen wichtigen Schritt bei der Erweiterung der maritimen Technologiekompetenzen von Hanwha Power auf vollelektrische Schiffe dar, die mit großflächigen Batteriesystemen betrieben werden", sagte Jong-kyu Hwang, Vizepräsident für Technologielösungen bei Hanwha Power. „Wir werden den Bedürfnissen des nächsten Marktes für emissionsfreie Seeschifffahrt mit integrierten Lösungen gerecht werden, die elektrische Antriebstechnologien und containerisierte Batteriesysteme kombinieren."

 

 

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Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.