Hyundai Mobis entwickelt datenbasiertes Validierungssystem zur drastischen Verkürzung der Testzeiten für SDVs

17.04.2026
  • Das neue System erfasst reale Fahrdaten und bildet verschiedenste Fahrszenarien im Labor mithilfe von direkt mit Steuergeräten verbundenen Simulatoren nach



  • Es ermöglicht groß angelegte Validierungen schneller und effizienter durch automatisiertes Datenmanagement und die Integration mit Simulatoren



  • Erwartet wird eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im SDV-Bereich sowie zusätzlicher Schwung bei globalen Auftragsgewinnen durch die Weiterentwicklung der Validierung von Kernsensoren und Software für autonomes Fahren

SEOUL, Südkorea, 17. April 2026 /PRNewswire/ -- Mit der zunehmenden Komplexität von Fahrzeugsystemen auf Softwarebasis sind umfangreiche Evaluierungs- und Validierungsprozesse zur Sicherstellung von Sicherheit und Leistung zu entscheidenden Faktoren geworden – parallel zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungswettbewerb in den Bereichen autonomes Fahren und Fahrerassistenzsysteme (ADAS). Tatsächlich verlangen globale Automobilhersteller von Zulieferern zunehmend datenbasierte Validierungsergebnisse über Zehntausende von Teststunden, bevor zentrale Komponenten für Software Defined Vehicles (SDVs) eingesetzt werden.

Hyundai Mobis CI

Solche Anforderungen erfordern üblicherweise jahrelange Testfahrten unter realen Bedingungen. Hyundai Mobis hat jedoch erfolgreich eine integrierte Datenmanagementlösung aufgebaut, die diesen Prozess erheblich verkürzt und dem Unternehmen damit einen Wettbewerbsvorteil auf dem globalen Markt verschafft.

Hyundai Mobis gab am 17. bekannt, ein Evaluierungs- und Validierungssystem eingerichtet zu haben, das elektronische Steuergeräte (ECUs) für SDVs und autonomes Fahren wiederholt testen kann, indem reale Straßentestdaten mit Datenmanagementlösungen und Simulatoren verknüpft werden, um verschiedenste Fahrszenarien nachzubilden.

Das System kann die Evaluierungs- und Validierungszeit durch eine Plattform, die mehrere Simulatoren parallel verbindet, drastisch reduzieren. Hyundai Mobis plant, diese Plattform künftig auf bis zu 60 Simulatoren zu erweitern. Dadurch sollen Validierungen im Umfang von 10.000 Stunden innerhalb nur einer Woche möglich werden.

Insbesondere basiert das System auf Daten, die unter verschiedensten Bedingungen im realen Fahr- und Parkumfeld mithilfe von Sensoren an Testfahrzeugen gesammelt wurden. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, schwer reproduzierbare Szenarien – etwa Nachtfahrten, Regenbedingungen oder unerwartete Zwischenfälle – durch die Kombination mit virtuellen Simulationen realitätsnah nachzustellen. Durch die optimale Kombination realer und virtueller Daten erwartet das Unternehmen eine umfassende Bewertung der Erkennungsleistung und Stabilität autonomer Fahr- und ADAS-Systeme.

Hyundai Mobis plant, das System aktiv einzusetzen, um Leistung und Zuverlässigkeit von Algorithmen für autonome Fahrsensoren wie Radar, Kameras, LiDAR und Ultraschallsensoren sowie verschiedener ECUs umfassend zu validieren. Durch den frühzeitigen Aufbau eines solchen One-Stop-Validierungssystems zur Verwaltung großer Sensordatenmengen erwartet das Unternehmen eine weitere Stärkung seiner technologischen Wettbewerbsfähigkeit im SDV-Zeitalter und zusätzlichen Rückenwind für offensive globale Auftragsakquisitionen.

„Im Zeitalter von SDVs und autonomem Fahren sind Evaluierung und Validierung genauso entscheidend wie die Technologieentwicklung selbst. Wir erwarten, dass dieses System sowohl Geschwindigkeit als auch Umfang der Validierung erweitert und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit bei der Gewinnung von Aufträgen für zentrale SDV-Komponenten deutlich steigert", erklärte Ko Bongchul, Leiter Automotive Electronics R&D bei Hyundai Mobis.

Hyundai Mobis plant, dieses Evaluierungs- und Validierungssystem durch Datenintegration und Zusammenarbeit mit wichtigen globalen Forschungsstandorten kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Medienkontakt

Choon Kee Hwang: ckhwang@mobis.com 

Jihyun Han: jihyun.han@mobis.com 

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Finexity und Circus spannen Finanzierungsschirm für globale KI-Robotik-Rollouts auf

14.04.2026

Circus SE hat gemeinsam mit der Finexity AG ihre erste asset-basierte Anleihe im siebenstelligen Volumen erfolgreich platziert und zugleich einen strategischen Finanzierungskorridor für weitere Kapitalmarkttransaktionen von bis zu 50 Millionen Euro eröffnet. Die Emission wurde über die digitale Kapitalmarktplattform von Finexity strukturiert und innerhalb weniger Wochen nach dem Start Mitte März vollständig bei Privatanlegern der Finexity Invest GmbH untergebracht. Circus, ein global tätiges KI-Robotik-Unternehmen mit Fokus auf autonome Versorgungssysteme, nutzt die Mittel, um den Rollout seiner KI-basierten Robotik-Infrastruktur voranzutreiben.

Die Anleihe ist über eine eigens gegründete Zweckgesellschaft (SPV) strukturiert und durch autonome KI-Roboter von Circus besichert, die für die Produktion von Mahlzeiten eingesetzt werden. Dieses Modell verbindet industrielle Asset-Finanzierung mit digitaler Kapitalmarkt-Distribution und soll als Blaupause für die weltweite Skalierung weiterer Robotik-Deployments dienen. Nach Unternehmensangaben unterstreicht der zügige Platzierungserfolg die Investorennachfrage nach asset-basierten Strukturen, die auf planbare Cashflows aus operativen Technologien abzielen.

Parallel zur Ersttransaktion haben Circus und die Finexity Group eine mehrstufige Rahmenvereinbarung über Kapitalmarktfinanzierungen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50 Millionen Euro geschlossen. Damit schaffen beide Partner einen skalierbaren Finanzierungsrahmen, der den globalen Ausbau der Robotik-Infrastruktursysteme von Circus sowohl im Verteidigungssektor als auch im zivilen Bereich unterstützen soll. Finexity sieht Circus als Vertreter einer neuen Generation industrieller Technologieunternehmen mit asset-basierten, kalkulierbaren Zahlungsströmen, denen über strukturierte Emissionen ein effizienter Zugang zum Kapitalmarkt eröffnet werden soll.

Für kommende Transaktionen planen Circus und Finexity eine hybride Anleihestruktur, die eine konventionelle mit einer tokenisierten Tranche kombiniert. Ziel ist es, institutionelle Investoren und digitale Kapitalmarktteilnehmer in einer gemeinsamen Struktur zu adressieren und so die Platzierungskraft deutlich zu erhöhen. Während die erste Anleihe ausschließlich über Finexity Invest vertrieben wurde, soll der Vertrieb künftiger Tranchen breiter aufgesetzt werden: Neben dem eigenen Retail-Zugang sollen auch an den Finexity-Handelsplatz angebundene Vertriebspartner wie Sparkassen und Vermögensverwalter eingebunden werden.