MADRID, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Am 21. Oktober fand im Auditorio Nacional de Música in Madrid Shamshi Alemi statt, ein Konzert zu Ehren des berühmten kasachischen Komponisten Shamshi Kaldayakov. Seine Lieder wurden zum ersten Mal auf Spanisch aufgeführt und eröffneten eine Konzertreihe in Madrid, Paris und New York im Rahmen des internationalen Kulturprojekts „Shamshi 100".
Das Projekt, das von der Shamshi Alemi Public Foundation mit Unterstützung der Bulat Utemuratov Foundation organisiert wird, markiert den bevorstehenden hundertsten Geburtstag von Kaldayakov. Ziel ist es, ein internationales Publikum mit seinem Werk vertraut zu machen, das musikalische Erbe Kasachstans zu präsentieren und die kulturellen Beziehungen zwischen den Ländern zu stärken. Das Konzert fand anlässlich des Tages der Republik Kasachstan mit Unterstützung der Botschaft von Kasachstan in Spanien statt.
Zu der Veranstaltung am Abend wurden über 350 Gäste begrüßt, darunter spanische Regierungsbeamte, Diplomaten, Mitglieder der kasachischen Diaspora und Studenten. Das Programm enthielt spanischsprachige Versionen der bekanntesten Lieder des Komponisten, darunter Anim sen edin, Ana turaly zhyr, Qaidasyn, Syr suluyi und Baqyt qushagynda, aufgeführt von Solisten des Abai Kazakh National Opera and Ballet Theatre mit dem Madrid Festival Orchestra.
„Ein Konzert im Vorfeld des Tages der Republik Kasachstan ist eine wunderbare Gelegenheit, dem spanischen Publikum die kasachische Kultur und das musikalische Erbe näherzubringen. Die Aufführung in spanischer Sprache erschließt diese Musik einem neuen Publikum. „Ich bin zuversichtlich, dass das Shamshi-Alemi-Konzert zur Stärkung der kulturellen Beziehungen zwischen Kasachstan und Spanien beitragen wird", sagte Danat Mussayev, Botschafter Kasachstans in Spanien.
„Die Lieder von Shamshi Kaldayakov sind in Kasachstan weithin bekannt und beliebt." Es war besonders erfreulich zu sehen, wie herzlich das spanische Publikum diese Musik aufnahm. Wir danken der Bulat-Utemuratov-Stiftung für ihre Unterstützung bei der Vermittlung des Vermächtnisses von Kaldayakov an ein internationales Publikum", sagte Mukhtar Kaldayakov, der Sohn des Komponisten und Leiter der Shamshi-Alemi-Stiftung.
Im Rahmen des Projekts wurden 20 Lieder ins Spanische, Französische und Englische adaptiert. Die Tour wird am 24. Oktober in Paris und am 28. Oktober in New York fortgesetzt.
„Es ist mir eine Ehre, dem internationalen Publikum den König des kasachischen Walzers vorzustellen. Die internationale Vermittlung des kulturellen Erbes Kasachstans bleibt für uns eine wichtige Priorität", sagte Ainur Karbozova, CEO der Bulat-Utemuratov-Stiftung.
Die 2014 gegründete Bulat-Utemuratov-Stiftung hat über 250 Millionen US-Dollar für die Bereiche Gesundheitswesen, Bildung, Kultur, Umwelt und regionale Entwicklung in Kasachstan bereitgestellt.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/lieder-von-shamshi-kaldayakov-werden-mit-unterstutzung-der-bulat-utemuratov-stiftung-erstmals-in-spanischer-sprache-in-madrid-aufgefuhrt-302917461.html
Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.