SYDNEY, 26. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Da die Verbraucher bei der Wahl ihrer Kleidung immer wählerischer werden, zeigt eine neue, von Woolmark in Auftrag gegebene Ipsos-Studie in den USA, Frankreich, Deutschland, Italien und China eine wachsende Vorliebe für Naturfasern.
Im Durchschnitt bevorzugen 82 % der Verbraucher in fünf Märkten Naturfasern gegenüber synthetischen Fasern, wenn Preis, Stil und Passform gleich sind. In allen untersuchten Märkten wurde Merinowolle gegenüber Polyester bevorzugt, wobei durchschnittlich 65 % der Befragten in allen fünf Märkten Merinowolle bevorzugten.
Die Ergebnisse deuten auf einen umfassenderen Wandel in der Mode hin. Das weltweite Google-Suchinteresse an „Merinowolle" hat sich in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Im Durchschnitt über fünf Märkte hinweg geben 67% der Verbraucher an, dass sie mehr für Kleidung bezahlen würden, die hauptsächlich aus Naturfasern hergestellt wird.
„Die Verbraucher wollen wissen, woraus ein Kleidungsstück hergestellt ist, was das im Alltag bedeutet und ob man den Angaben vertrauen kann", sagte Bryan Fry, Geschäftsführer von Woolmark. „Damit rücken Ballaststoffe und die dafür sprechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse wieder in den Mittelpunkt der Diskussion."
Im Durchschnitt über fünf Märkte hinweg halten 71% der Verbraucher eine unabhängige Zertifizierung oder Überprüfung des Fasergehalts und der Faserqualität für wichtig.
Seit mehr als 60 Jahren unterstützt Woolmark Forschung, Tests, Ausbildung und Zertifizierung, um Nachweise für die Qualität und Leistungsfähigkeit von Wolle zu liefern.
Der neue Natural Intelligence Report von Woolmark untersucht den thermischen Komfort, das Feuchtigkeits- und Geruchsmanagement, die Haltbarkeit und den Tragekomfort von Merinowolle auf der Haut. Dazu gehört eine vierjährige Studie mit der North Carolina State University, die zeigt, wie Basisschichten aus 100 % Merinowolle dazu beitragen, ein stabileres Mikroklima direkt auf der Haut bei Aktivitäten mit häufigen Stopps und Starts zu schaffen.
Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für Return to Real, Woolmarks neue globale Markenplattform, die die natürliche Intelligenz der Merinowolle feiert: Die Leistungsfähigkeit wurde von der Natur über Jahrtausende verfeinert und durch wissenschaftliche Forschung verstanden.
Die Kampagne, die international über Außenwerbung, digitale Medien und Kreative gestartet wird, greift Woolmarks Überzeugung aus den 1960er Jahren auf, dass man das Echte nicht fälschen kann, und beinhaltet Botschaften wie „Nicht alle Intelligenz ist künstlich" und „Die ursprüngliche tragbare Technologie".
„Die Technologie entwickelt sich rasant, aber Innovation bedeutet nicht immer, bei Null anzufangen", sagte Fry. „Manchmal bedeutet es, einen Blick darauf zu werfen, was die Natur bereits geschaffen hat."
Quelle: Ipsos AWI Bericht zur Wahrnehmung von Naturfasern. Online-Interviews mit jeweils 300 Befragten pro Markt in China, Frankreich, Deutschland, Italien und den USA im Alter von 18 bis 65 Jahren. Feldarbeit: 7.–8. September 2026.
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Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.
Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.
Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.
Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.