Shanghai Electric beteiligt sich an weltrekordverdächtiger Biomethanol-Bunkerung

20.08.2026

SHANGHAI,/PRNewswire/ -- Am 17. August ging die Shanghai Electric Company (SEHK: 02727, SSE: 601727) mit der Shanghai International Port Group und der CMA CGM Group in Partnerschaft, um eine Biomethanol-Bunkerung mit einem Gesamtvolumen von 8.000 Tonnen durchzuführen, die bislang größte einzelne Biomethanol-Bunkerung. Die Bunkerungszeremonie im Hafen von Shanghai Yangshan stand unter dem Motto „Green Fueled Globe, Lead the Future".

Der Hauptlieferant von Biomethanol für diese Aktion war das Taonan-Projekt für grünes Methanol von Shanghai Electric. Dieser Vorgang stellt nicht nur einen bedeutenden Durchbruch hinsichtlich des Liefervolumens dar, sondern zeigt auch, dass das Taonan-Projekt eine stabile Produktion und Lieferungen in großem Umfang gewährleistet.

Hinter diesem Erfolg steht eine lückenlos vernetzte, interprovinzielle Lieferkette für grüne Kraftstoffe, die als tragende Säule fungiert. Auf der „Shanghai International Shipping Green Fuel Sustainable Development Conference", die am 30. Juni dieses Jahres stattfand, haben Shanghai, Jilin und Liaoning den gemeinsam errichteten Transportkorridor für umweltfreundliche Kraftstoffe offiziell in Betrieb genommen. Darin wird die Nord-Süd-Transportroute für Methanol festgelegt: Produktion im Rahmen des Taonan-Projekts in Jilin, Umschlag und Lagerung im Hafen von Dalian sowie abschließende Bunkerung im Hafen von Shanghai.

Als zentrale Produktionsbasis des Transportkorridors nutzt das Taonan-Projekt für grünes Methanol von Shanghai Electric die reichlich vorhandenen lokalen Wind- und Solarressourcen sowie Biomasse-Rohstoffe aus Jilin. Die Anlage nutzt eigenentwickelte Komplettprozesssysteme und Kernausrüstung und ist die weltweit erste Großanlage, die durch die Kombination von Ökostrom und Biomasse Biomethanol herstellt. Es erfüllt die Anforderungen des Internationalen Schifffahrtszentrums von Shanghai im Bereich der Schiffsbetankung und leistet einen entscheidenden Beitrag zum Ausbau der drei wichtigsten Zentren für umweltfreundliche Kraftstoffe in der internationalen Schifffahrt.

Shanghai Electric wird sich weiterhin auf die gesamte Industriekette konzentrieren, die die Produktion, Lagerung, den Transport und die Nutzung verschiedener grüner Brennstoffe umfasst. Das Unternehmen wird die Forschung zu zentralen Schlüsseltechnologien intensivieren und seine integrierte Lösungskette für umweltfreundliche Kraftstoffe kontinuierlich weiterentwickeln. Shanghai Electric treibt den industriellen Fortschritt durch technologiegetriebene Innovationen voran und arbeitet mit Partnern zusammen, um den Bau des integrierten Projekts zur Erzeugung von grünem Methanol und nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) auf Basis der Kopplung von grünem Wasserstoff und Biomassevergasung (Taonan Phase II) zu beschleunigen. Das Unternehmen wird seine Kapazitäten zur Versorgung des Luft- und Seeverkehrssektors mit umweltfreundlichen Kraftstoffen in großem Maßstab kontinuierlich ausbauen. Shanghai Electric wird sich weiterhin dafür einsetzen, Chinas nationale „Dual-Carbon"-Ziele zu erreichen und den weltweiten Übergang zu kohlenstoffarmer, sauberer Energie voranzutreiben.

 

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.