NANJING, China,/PRNewswire/ -- Simcere Zaiming, eine Tochtergesellschaft der Simcere Pharmaceutical Group (2096.HK), gab heute bekannt, dass sie mit Roche eine exklusive weltweite Lizenzvereinbarung über die Entwicklung und Vermarktung von SIM0660 geschlossen hat, einem trispezifischen Antikörper, der gegen CD79a, CD19 und CD3 gerichtet ist und therapeutisches Potenzial bei B-Zell-vermittelten Erkrankungen aufweist.
Gemäß den Vertragsbedingungen erwirbt Roche die exklusiven weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von SIM0660. Simcere Zaiming hat Anspruch auf Zahlungen in Höhe von insgesamt bis zu 1,530 Milliarden US-Dollar, einschließlich einer Vorabzahlung von 75 Millionen US-Dollar. Simcere Zaiming hat zudem Anspruch auf gestaffelte Lizenzgebühren in zweistelliger Höhe auf zukünftige Nettoumsätze.
SIM0660 ist ein trispezifischer Antikörper, der von Simcere Zaiming unter Verwendung seiner T-Zell-Engager-Technologie für polyspezifische Antikörper entwickelt wurde. Das Molekül kombiniert einen CD3-bindenden Arm mit Bindungsdomänen, die auf die beiden B-Zell-Antigene CD79a und CD19 abzielen, um eine starke T-Zell-vermittelte Zytotoxizität zu induzieren und gleichzeitig die Zytokinfreisetzung zu begrenzen. Mit seinem potenziell erstklassigen Dual-Targeting-Ansatz gegen CD79a und CD19 ist SIM0660 darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an B-Zell-vermittelten Erkrankungen abzudecken, und könnte einen differenzierten therapeutischen Ansatz für Patienten bieten, die zuvor mit CD20- oder CD19-gerichteten Therapien behandelt wurden. Darüber hinaus verfügt SIM0660 auch über therapeutisches Potenzial bei B-Zell-vermittelten Autoimmunerkrankungen, bei denen eine gezielte Depletion pathogener B-Zellen einen klinischen Nutzen bieten könnte.
„Simcere Zaiming hat sich zum Ziel gesetzt, hochinnovative T-Zell-Engager über unsere firmeneigene TCE-Plattform zu entwickeln", sagte Renhong Tang, Vorsitzender und CEO von Simcere Zaiming. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Roche, um die klinische Entwicklung von SIM0660 zu beschleunigen. Durch unsere synergetische Innovation hoffen wir, Patienten weltweit bald helfen zu können."
„Diese Vereinbarung mit Simcere Zaiming spiegelt unser Engagement wider, Partnerschaften mit innovativen Unternehmen einzugehen, um neue Therapieoptionen für Patienten in Not voranzutreiben und bereitzustellen. SIM0660 stellt einen potenziellen Fortschritt für Patienten mit B-Zell-vermittelten Erkrankungen dar", sagte Boris L. Zaïtra, Leiter der Unternehmensentwicklung bei Roche.
Bis heute hat die Simcere Pharmaceutical Group sechs Auslizenzierungsgeschäfte abgeschlossen, deren potenzielle Gesamtvergütung 6,1 Milliarden US-Dollar übersteigt.
Informationen zu Simcere Zaiming
Simcere Zaiming ist ein auf Onkologie spezialisiertes biopharmazeutisches Unternehmen und eine Tochtergesellschaft der Simcere Pharmaceutical Group Limited (2096.HK). Simcere Zaiming widmet sich der Entwicklung bahnbrechender Therapien, um den ungedeckten klinischen Bedarf von Krebspatienten weltweit zu decken. Mit einer robusten und innovativen F&E-Pipeline, die sich durch einzigartige klinische Assets auszeichnet, hat Simcere Zaiming mehrere innovative Produkte in China erfolgreich auf den Markt gebracht, darunter Enzeshu, COSELA, Enweida, Endostar und Enlituo. Das Unternehmen ist entschlossen, Krebspatienten weltweit potenziell bahnbrechende Behandlungsmöglichkeiten anzubieten – durch seine internen F&E-, Produktions- und Vermarktungskapazitäten, ergänzt durch strategische Kooperationen mit führenden Partnern.
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Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.
Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.
Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.
In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.