Ein Gericht in Helsinki hat zwei Seeleute wegen Sabotage zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Männer, ein russischer Kapitän und ein Matrose aus Aserbaidschan, waren an Bord des Schiffes «Fitburg» tätig. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass die beiden für die vorsätzliche Beschädigung von Unterseekabeln in der Ostsee verantwortlich sind.
Nach den vorliegenden Informationen soll der Anker des Frachters über den Boden der Ostsee geschleift worden sein. Dabei wurden zwei Kabel beschädigt, wobei die betroffene Strecke je nach Quelle zwischen 100 und 130 Kilometern liegt. Die Behörden hatten das betreffende Schiff bereits vor knapp einem Jahr beschlagnahmt.
Das Urteil erfolgt zehn Monate nach den Sabotageakten an der kritischen Infrastruktur. Dieser Fall fügt sich in eine Serie von Vorfällen ein, da in den letzten Jahren mehrfach Unterseekabel in der Ostsee beschädigt wurden. Solche Störungen der Kommunikation und Energieversorgung haben in der Region für erhebliche Spannungen gesorgt.






