In Bulgarien hat die entscheidende Stichwahl um das Präsidentenamt stattgefunden. Gegeneinander traten die amtierende Präsidentin Ilijana Jotowa, eine ehemalige Europaabgeordnete, und der Herausforderer Andrej Gjurow an. Eine Stichwahl wurde erforderlich, da in der ersten Runde keiner der insgesamt 27 Kandidatinnen und Kandidaten die notwendige absolute Mehrheit erreichen konnte.

Ersten Prognosen und Wählerbefragungen zufolge dürfte sich die Amtsinhaberin Ilijana Jotowa bei dieser Wahl durchsetzen. In Sofia deutet sich eine Mehrheit für Jotowa an, die laut aktuellen Daten vor ihrem Mitbewerber liegt. Die Prognosen zeigen ein klares Bild der aktuellen Wählerschaft im Land.

Ihr Herausforderer Andrej Gjurow, ein 50-jähriger promovierter Ökonom und ehemaliger Interimsregierungschef, liegt laut Befragungen sechs Prozentpunkte hinter Jotowa zurück. Gjurow gilt als konsequent prowestlich orientiert und wird vom reformwilligen liberal-konservativen Oppositionslager unterstützt. Trotz dieser Unterstützung scheint der Vorsprung der Amtsinhaberin stabil zu sein.

Das Ergebnis dieser Wahl ist maßgeblich für die politische Ausrichtung des bulgarischen Staatsoberhauptes. Während Jotowa auf ihre Erfahrung als amtierende Präsidentin setzt, vertrat Gjurow die Positionen des reformorientierten Lagers. Die endgültigen Ergebnisse werden die Machtverhältnisse im Präsidialamt für die kommende Amtszeit festlegen.